Neue Pforzheimer Hütte mit Schartlkopf – 6. April 2019

Meine Begeisterung über das grandiose Hochtourenpanorma und die bestens angesagten Wetterverhältnisse motivierten mich zu meinem nächsten Abenteuer am Wochenende drauf. Zur Auswahl standen die Neue Pforzheimer Hütte oder das Westfalen Haus. Intuitiv hatte ich mich für das Tourengebiet rund um die Neue Pforzheimer Hütte entschieden. Möglicherweise hab ich mich in meiner Entscheidung von meiner erfolgreichen und zudem anspruchsvollen Skitour auf die Vordere Grubenwand, gerade mal zwei Wochen zuvor, leiten lassen.

Wolkenfahnen über Lampsenspitze vom Anger nach Gleirschhöfen
Wolkenfahnen über Bergmassiv der Lampsenspitze vom Anger nach Gleirschhöfen

Dieses mal war die Anreise kürzer und ich bin zügig in St. Sigmund gestartet. Wiederum hatte ich wie vor zwei Wochen für meinen Aufstieg zu den Gleirschhöfen nicht die Forststraße, sondern den schöneren Wanderweg gewählt.

Gleirschtal kurz vor Neuen Pforzheimer Hütte
Gleirschtal kurz vor Öffnung rund um Neue Pforzheimer Hütte

Das Gleirschtal steigt gemütlich aber kontinuierlich an. Die seitlichen Hänge behält man im Auge, auch wenn am Vormittag im Frühling in der Regel kaum Lawinengefahr herrscht. Allerdings hatte es die Woche zuvor nochmals ausreichend Neuschnee gegeben. Von daher kann ein prüfender Blick in die Hänge nicht schaden. Nach den Kesselschrofen und dem Ochsenhag öffnet sich das Gleirschtal und gibt bereits den Blick zur Neuen Pforzheimer Hütte frei. Den kurzen etwas steileren Osthang zur Hütte hatte ich zügig überwunden.

Blick zur Grubenwand kurz nach Ochsenhag
Blick zur Grubenwand kurz nach Ochsenhag beim unteren Häusl der Materialseilbahn
Massiv Grubenwand
Im Blick das Massiv der Grubenwand

Wiederum lies mich das Glück nicht im Stich und ich ergatterte, auch ohne im Vorfeld reserviert zu haben, eine Schlafplatz auf der Hüttn – ein Gruppe von Tourengehern hatte offensichtlich kurz zuvor abgesagt. Die Hüttenwirtsleut sind sympathische junge Leut der GenY. Für’s Abendessen hat ich mich bereits für Kaspressknödl entschieden. Ich war früh dran und so konnt ich mir den hintersten Lagerplatz oben am Fenster reservieren.

Anstieg zum Schartlkopf
Auf Anstieg zum Schartlkopf

Mein Gepäck für die Übernachtung lies ich im Lager zurück und machte mich gleich auf den Weg zum Schartlkopf. Ein gemütlicher Anstieg von 520 Hm. Den Gipfel erkennt man bereits von der Hüttn.

Anstieg zum Schartlkopf
Weiter auf Anstieg zum Schartlkopf
Gipfelhang Schartlkopf
Gipfelhang zum Schartlkopf

Der letzte Hang zum Schartlkopf war etwas verblasen und im steilen Gelände ist an manchen Stellen der Schnee bis zum Grund abgerutscht. Am Gipfel öffnet sich der Einblick in die bevorstehende Abfahrt.

Abfahrt vom Schartlkopf
Blick in die Abfahrt vom Schartlkopf
Neue Pforzheimer Hütte
Freier Blick zur Neuen Pforzheimer Hütte
Zwieselbacher Grießkogel
Zwieselbacher Grießkogel
Zischgelesspitz
Zischgelesspitz

In den oberen Nordosthängen lag bereits schwerer aber noch gut abzufahrender Pulverschnee. Im unteren Bereich wurde der tiefe Schnee recht schwer und bei einem Sturz tat ich mir schwer, mich mit meinen Skiern aus dem tiefen Schnee zu befreien. Nun war die Hütte schnell erreicht und ich freute mich bereits auf eine angenehme Dusche und das wohl verdiente Abendessen.

Nordosthänge vom Schartlkopf
Oberen Nordosthänge vom Schartlkopf
Schartlkopf
Blick zurück zum Schartlkopf

Dr. Harald Klein